Eine kurze Einführung in die kriegerischen Künste (Budo)

Der Ursprung der kriegerischen Künste (auf japanisch Budo genannt) kann auf den Shaolin Tempel (AD 504) in China zurück verfolgt werden, wo der berühmte Zen-Buddhismus und die kriegerischen Künste genannt Shaolin Kungfu oder Tempel Boxen begannen.

Der Zen-Buddhismus wurde in der Kamakura-Periode (1185-1333) vom Shaolin Tempel nach Japan übermittelt, so wie auch die Kunst der waffenlosen kriegerischen Künste. Trotzdem war in der Zeit der Samurai (1185-1868) diese Art des Kämpfens nicht so wichtig, da alle Samurai Schwerter trugen. Während dieser langen Zeit war Kenjutsu (Schwertkunst) dominierend.

Diese Tradition hat in Japan noch immer bestand. Heute praktizieren in Japan etwa 20% der Budoka Kenjutsu und Kendo wobei diese ein hohes Ansehen geniessen. Nur sehr wenige Menschen im Westen üben die Schwertkunst aus.

Als die Dominanz der Samurai endete (1868) und der Kaiser Meiji und seine Regierung das Tragen von Schwertern verbot, wurden die waffenlosen Künste wie Judo, Jujutsu, Karate, Aikido und Kungfu in Japan sehr beliebt. Es hat beinahe 1000 Jahre gedauert ehe das waffenlose Künste in ganz Japan bekannt wurden. Während der letzten 30 Jahre wurde Budo dann auch in der ganzen Welt bekannt und beliebt.

Die Menschen praktizieren Budo als Sport, als Kunst und als Religion. Für manche ist Budo ein Lebensstil. Die Kenntnis und Fertigkeiten dieser Kunst ist ein ,,Muss” für Polizisten und Sicherheitsdienste in der ganzen Welt. Budo ist nicht nur ein Kampfsport, es ist weit mehr als das.

Die Budo Gemeinschaft umfasst mehr als 30 Millionen, verteilt auf viele nationale und internationale Organisationen. In China begann Budo als Gesundheitsübungen, als eine Familientradition oder eine Religion. In Japan war Budo Teil des akademischen Bildungssystems. Welchen Unterschied das macht. Das japanische Bildungssystem hilft den Menschen aller Rassen, Religionen oder Kulturen im Westen Budo leicht zu lernen und zu verstehen. Aus diesem Grunde wurde Budo in der ganzen Welt so bekannt.